Vier Einschussgeräusche, ein ganzes Land hält den Atem an – doch erst Monate später erfährt die Öffentlichkeit das ganze Ausmaß. Ein 16-Jähriger verwandelte einen gewöhnlichen Schultag in eine Tragödie, deren Folgen jetzt erst vor Gericht verhandelt wurden.
Ein Morgen, der in Panik endete

Die ersten Notrufe erreichten die Polizei nur wenige Minuten nach Unterrichtsbeginn. Augenzeugen sprachen von chaotischen Szenen auf den Fluren, während verängstigte Jugendliche sich in Klassenräumen verbarrikadierten. Sirenen, Schreie, das Dröhnen eines Helikopters – für viele Beteiligte verschwimmen die Geräusche bis heute zu einem traumatischen Klangteppich.
Binnen kürzester Zeit war klar, dass mehrere Menschen ihr Leben verloren hatten. Doch die Ermittler rückten mit Informationen nur zögerlich heraus, zu groß war die Sorge vor Spekulationen und Nachahmern. Wochenlang kursierten Gerüchte über Motive, Anzahl der Opfer und die Frage, wie ein Teenager überhaupt an eine Schusswaffe gelangen konnte.