Jetzt ist klar, wohin der Sturm zieht

Am frühen Abend bestätigten Radarbilder das, was bis dahin nur eine Modellrechnung war: Die gefährlichste Zelle peilt Düsseldorf an – und mit ihr ein ganzer Bandzug schwerer Gewitter, der nahezu das komplette Nordrhein-Westfalen queren wird. Die Böen sollen in der Spitze 115 km/h erreichen, Dachziegel abreißen und lose Gerüste umwerfen. Ab 22 Uhr gilt die höchste Warnstufe, Schulen bleiben am Folgetag geschlossen, die Rheinuferpromenade wurde vorsorglich gesperrt.
Den entscheidenden Hinweis liefern schließlich die Pegeldaten: Innerhalb von 30 Minuten steigt der Wasserspiegel des Rheins um stolze 18 Zentimeter – lange bevor der erste Tropfen fällt. Die Orkanfront ist nur noch wenige Kilometer entfernt, und sie bringt alles mit, was Meteorologen in ihren Bulletins in rot gefasst hatten: Sturzfluten, Hagel, Blitze – und die Hoffnung, dass Vorsorge diesmal reicht, um Schlimmeres zu verhindern.