Erst die Absage, dann der mutige Plan

Der aufgezeichnete Auftritt wurde anschließend bei Plattenfirmen eingereicht. Doch statt Begeisterung gab es zunächst Ablehnung. Otto Waalkes schilderte die Reaktion der Branche mit den Worten: „Witze auf Platte – das war angeblich nicht zeitgemäß und marktgerecht genug“.
Gerade dieser Moment zeigt, wie unsicher alles damals war. Aus heutiger Sicht wirkt Ottos Erfolg fast selbstverständlich – doch damals glaubte eben nicht jeder an das Konzept. Umso spannender ist, was Hans Otto Mertens danach tat. Denn an diesem Punkt hätte die Geschichte auch schon wieder enden können.
Der Einsatz, der alles veränderte
Mertens gab nicht auf. Statt sich von den Absagen entmutigen zu lassen, traf er eine Entscheidung, die für Otto Waalkes rückblickend zum Wendepunkt wurde. Der Komiker erzählt: „Und dann hat er einen Kredit aufgenommen und wir haben die Platte selbst gedruckt“.
Dieser Schritt war mutig – und offenbar goldrichtig. Waalkes beschreibt den Erfolg in einer Entwicklung, die sich Stück für Stück steigerte: „Erst gingen 100 weg, dann 500, dann 1.000, dann 10.000. Das wurde immer mehr.“ Aus einem riskanten Vorstoß wurde ein Triumph, der später sogar die Verhandlungsposition gegenüber Plattenfirmen komplett veränderte. Doch die Geschichte zwischen den beiden ging noch deutlich weiter.