Erschöpftes Wimmern, beschlagene Fensterscheiben, gleißende Hitze – erst zaghaft, dann mit voller Wucht drang das Entsetzen nach außen. Niemand ahnte, dass diese drückend heiße Julinachmittags‐Routine binnen Minuten in ein Drama um sechs wehrlose Kinder münden würde.
Das Grauen beginnt

Als die ersten Passanten auf einem belebten Parkplatz die schwachen Geräusche aus dem parkenden Kombi vernahmen, glaubte noch niemand an Lebensgefahr. Doch die Temperaturanzeige auf dem nahen Bankautomaten zeigte bereits 36 °C, und hinter den Seitenscheiben des grauen Wagens kämpften sechs kleine Körper keuchend um kühle Luft.
Ein hastig gewählter Notruf setzte die Kette der Ereignisse in Gang. Wenige Minuten später trafen Einsatzkräfte ein, zögerten keinen Augenblick und schlugen die Scheiben ein. Während Splitter flogen, hievten Sanitäter die völlig durchnässten Kinder – alle zwischen einem und zehn Jahren – vorsichtig auf Rettungstragen. Ihr Zustand: kritisch, aber stabilisierbar.