Ein Regierungskonzept mit Zündstoff

Seit Tagen wabern die Gerüchte durch Berlin-Mitte: In vertraulichen Runden des Kanzleramts soll Finanzminister Lars Klingbeil die größten Haushaltslücken offen auf den Tisch gelegt haben – und dabei mehrfach auf ein altes, scheinbar verlässliches Instrument verwiesen haben: höhere Steuern auf Tabakwaren. Die Idee klingt simpel – doch kaum etwas polarisiert in Deutschland so sehr wie das Gefühl, fürs Laster stärker zur Kasse gebeten zu werden.
Während Opposition und Lobbyverbände bereits die Fackeln schwenken, hält sich das Ministerium offiziell bedeckt. Hinter vorgehaltener Hand heißt es jedoch, dass ein frischer Gesetzentwurf bereits im Kleingedruckten der Koalitionsvereinbarung kursiert. Dort taucht ein wenig beachteter Absatz auf, der von einer „zweistufigen Anhebung im Zeitraum 2026/27“ spricht – samt klarer Datumsangaben, die den Politbetrieb in Alarmbereitschaft versetzen.