Ich war gerade dabei, an einem gemütlichen Sonntagmorgen Rührei zuzubereiten – ich machte das alles so im Autopilot-Modus –, als ich ein Ei aufschlug , das fast zu leuchten schien.
Ich mache keine Witze. Das Eigelb war tief goldorange, als wäre es von der Sonne geküsst worden. Und einen Moment lang dachte ich: „Moment mal … ist das okay?“ Es sah so anders aus als die üblichen blassgelben Pfützen, die ich sonst aus der Schale löffele. Aber irgendetwas daran fühlte sich … richtig an. Natürlich. Als ob Eier schon immer so aussehen sollten.
Und schon war ich im Kaninchenbau.
Denn dieses Eigelb? Es erzählte mir eine Geschichte. Über Hühner. Über Essen . Darüber, wie wenig ich einem der grundlegendsten Zutaten in meiner Küche Beachtung geschenkt hatte.
Und jetzt kann ich es nicht mehr ungesehen machen.
Also, was ist so besonders an der Eigelbfarbe?
Ich erkläre es Ihnen ganz kurz – so als ob Sie hier an meiner Küchentheke stünden und darauf warteten, dass die Eier fertig garen:
Dunklere Eigelbe bedeuten einen besseren Nährwert. Ganz einfach.
Sie schmecken reichhaltiger. Wirklich merklich. Cremiger, würziger.
Sie stammen von glücklicheren Hennen. Von solchen, die herumlaufen und fressen können wie, nun ja, richtige Vögel.
Und ganz ehrlich? Es ist schon irgendwie befriedigend zu wissen, dass das Essen von einem guten Ort stammt.
Eier sind nicht gleich Eier.
Mir ist erst vor Kurzem etwas klar geworden: Die Eier, die man im Supermarkt einfach so aus dem Regal nimmt – die billigen in der Styroporverpackung – erzählen nicht die ganze Geschichte. Die Farbe des Eigelbs ist wie ein kleiner, aber feiner Hinweis darauf, was das Huhn durchgemacht hat … und was man da eigentlich isst.
Eier aus Freilandhaltung (Die beste Qualität)
– einfach traumhaft! Hühner, die frei auf Wiesen herumlaufen und Gras, Insekten, Wildblumen und alles Mögliche picken. Ihr Eigelb ist tief goldorange – manchmal fast bernsteinfarben. Und das sieht nicht nur gut aus.
Diese Eigelbpackung enthält:
Mehr Vitamin A (gut für Augen, Haut und Knochen)
Mehr Vitamin E (hallo, Durchblutung)
Mehr Omega-3-Fettsäuren (tschüss, schlechtes Cholesterin)
Weniger gesättigte Fettsäuren und weniger Cholesterin
Sie kosten zwar etwas mehr. Aber wenn Sie erst einmal diesen vollen Geschmack erlebt haben, diese samtig-buttrige Konsistenz, dann werden Sie Ihre gewohnten Rühreier mit ganz anderen Augen sehen und denken: „Hä? Wo ist denn da der Geschmack?“
Freilandeier (gar nicht schlecht)
Diese Eier sind so etwas wie das Mittelding. Die Hühner haben etwas Auslauf, fressen aber trotzdem hauptsächlich Getreide. Hin und wieder schnappen sie sich einen Käfer oder ein Grashalm. Das Eigelb ist sonniger gelb, immer noch eine gute Wahl und definitiv besser als Standardeier.