Seit Tagen kocht die Gerüchteküche in Berlin: Steht die Bundesregierung vor dem Aus, drohen gar vorgezogene Neuwahlen? Offiziell herrschte Schweigen – bis Friedrich Merz persönlich das Schweigen brach.
Politisches Berlin unter Strom

Kaum ein anderes Thema dominierte die Hauptstadt in den letzten Wochen so sehr wie das Szenario einer drohenden Regierungskrise. Abgeordnete flüsterten auf den Fluren des Reichstags, Ministerien bereiteten sich auf alle Eventualitäten vor, Opposition und Koalition belauerten einander wie Schachspieler kurz vor der Endphase.
Für viele Beobachter war klar: Wenn Merz nicht bald Farbe bekennt, könnte das Kartenhaus fallen. Gleichzeitig hielt der Kanzler seine Karten erstaunlich dicht an der Brust – ein Schwebezustand, der die Spannung zusätzlich anheizte und die Börsen in leichte Unruhe versetzte.