Touristendruck vs. Umweltschutz

Hinter den Kulissen pocht die Gemeindeverwaltung auf nackte Zahlen: Allein im vergangenen Juli strömten mehr als 60.000 Menschen an den 300 Meter kurzen Küstenabschnitt. Müllberge wuchsen, Seegras wurde niedergetrampelt, seltene Sandlilien verschwanden fast vollständig. Die neuen Regeln sollen den „Overtourism“ zügeln und die fragile Dünenlandschaft renaturieren.
Hoteliers fürchten hingegen, dass Stammgäste abwandern. Manche Vermieter bieten bereits kostenfreie Leih-Sonnenschirme – allerdings in Mini-Größe, die das Verbot elegant umschiffen soll. Ob sich das durchsetzt, bleibt offen; Stichproben der Ordnungsbeamten sind angekündigt, Bußgelder von bis zu 200 Euro stehen im Raum.