Aus Trauer wird eine klare Haltung
Nach ihrem ersten emotionalen Statement legte die Sängerin mit einem zweiten Beitrag nach. Darin blieb sie nicht bei persönlicher Betroffenheit stehen, sondern weitete ihren Blick auf größere gesellschaftliche Zusammenhänge aus.
Ott stellte dabei offen infrage, wo und wann Islamismus je etwas Positives hervorgebracht habe. Ihre Worte fielen hart und unmissverständlich aus: „Menschlich betrachtet ist Islamismus für mich eine frauenfeindliche und menschenverachtende Organisation. Geführt von Männern.“ Mit dieser Formulierung machte sie klar, dass sie die Tat nicht isoliert betrachten will.
Doch der wohl aufsehenerregendste Teil ihres Statements kam erst danach.
Der Satz, der besonders aufhorchen lässt

Was viele an Otts Reaktion überrascht haben dürfte: Sie richtete sich nicht nur gegen Islamismus, sondern schlug auch in eine andere politische Richtung aus. Genau dieser Schritt verleiht ihrer Wortmeldung zusätzliche Brisanz.
Denn die Sängerin wandte sich direkt an rechte Parteien in Deutschland – mit einem Vorwurf, der keinen Interpretationsspielraum lässt. Sie schrieb: „An alle rechten Parteien hier in Deutschland: ihr seid genauso menschenverachtend. Genauso unmenschlich. Ihr braucht hier gar nicht wieder mit den Ängsten der Menschen spielen.“ Damit machte sie klar, dass sie jede politische Instrumentalisierung der Tat scharf zurückweist.
Im nächsten Abschnitt zeigt sich, warum diese Passage für viele der eigentliche Kern ihrer Botschaft ist.