Seine Mutter trug die Last des Alltags

Während ihr Mann schwer krank war, hielt Llambis Mutter Ingrid die Familie zusammen. Sie arbeitete als Buchhalterin und kümmerte sich gleichzeitig zu Hause um ihren pflegebedürftigen Mann. Eine Belastung, die sichtbare Spuren hinterließ.
Joachim Llambi schildert diese Jahre mit eindringlichen Worten. „Nach wenigen Jahren sah sie aus wie 65“, sagt er über seine Mutter. Trotz dieser enormen Last habe sie alles dafür getan, dass ihr Sohn trotzdem Kind und später Jugendlicher sein konnte. Gerade dieser Einsatz scheint ihn bis heute tief zu bewegen.
Doch über all dem schwebte jahrelang die Gewissheit, dass die gemeinsame Zeit begrenzt war.
Jahre zwischen Hoffnung und Abschied
Acht Jahre lang lebte die Familie mit der Tatsache, dass der Zustand des Vaters keine echte Besserung mehr zuließ. Es war ein Leben im Ausnahmezustand – nicht nur wegen der Krankheit selbst, sondern auch wegen des ständigen Wissens, dass irgendwann der Abschied kommen würde.
Als Joachim Llambi 19 Jahre alt war, starb sein Vater schließlich. Rückblickend beschreibt der heutige TV-Star den Verlust auf eine bemerkenswert nüchterne, aber sehr berührende Weise. „Wir konnten uns ja viele Jahre darauf vorbereiten. Wir wussten, dass wir loslassen mussten.“ Gerade diese Worte zeigen, wie lang und zermürbend der Weg bis zu diesem Moment gewesen sein muss.
Und doch ist es nicht der Tod allein, der nachwirkt – sondern vor allem das, was danach im Leben fehlte.