Linnemann muss sich sofort beweisen

Carsten Linnemann übernimmt das Gesundheitsministerium in einer heiklen Phase. Besonders die Pflegereform dürfte schnell zu einer seiner wichtigsten Aufgaben werden.
Linnemann gilt vor allem als Experte für Wirtschaft und Soziales. Trotzdem hatte er sich bereits als Generalsekretär deutlich zur Gesundheitspolitik geäußert.
Besonders bekannt wurde seine Forderung, die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen drastisch zu reduzieren. Seine Aussage dazu: „Ich finde, zehn Krankenkassen in Deutschland reichen.“ Nun muss er zeigen, wie viel davon sich politisch tatsächlich umsetzen lässt.
Amthor rückt auf, Hoppermann soll Generalsekretärin werden

Auch Philipp Amthor soll eine neue Aufgabe bekommen. Der bisherige Parlamentarische Staatssekretär im Digitalministerium soll Michael Meister als Staatsminister für die Bund-Länder-Beziehungen im Kanzleramt ablösen.
Damit reagiert Merz auch auf Unzufriedenheit der Landesregierungen mit der bisherigen Koordination. Amthor, der aus Mecklenburg-Vorpommern kommt, könnte seiner Partei dort zudem vor der Wahl am 20. September etwas Rückenwind geben.
Die Nachfolge von Carsten Linnemann als CDU-Generalsekretär soll nach derzeitigem Stand Franziska Hoppermann antreten. Offiziell bestätigt ist das zwar noch nicht, gilt aber als beschlossen. Die bisherige Schatzmeisterin gilt als gut vernetzt und beliebt. Sie übernimmt allerdings in einer schwierigen Phase – und steht thematisch für andere Schwerpunkte als Friedrich Merz.