Sechs Tage im künstlichen Koma
Trotz der schweren Situation beschreibt Thomas Stein seine eigene Angst erstaunlich nüchtern. Er sagt: „Angst zu sterben hatte ich nicht. Meine Frau hatte mehr Angst um mich als ich.“
Nach dem Eingriff lag er sechs Tage auf der Intensivstation im künstlichen Koma.
Als er wieder zu sich kam, begann der nächste Kampf. Stein war zunächst auf einen Rollstuhl angewiesen und musste grundlegende Dinge neu lernen. Er sagt: „Ich musste völlig neu laufen und sprechen lernen.“
Hilfloser Moment im Krankenzimmer
Ein besonders schwerer Rückschlag ist Thomas Stein bis heute im Gedächtnis geblieben.
Er berichtet: „Ich bin in meinem Krankenzimmer auf die Toilette gewankt und habe es danach nicht mehr zurück ins Bett geschafft.“
Vier Stunden habe er damals auf dem Boden neben dem Bett gelegen. Diese Hilflosigkeit hätte ihn brechen können – doch bei Stein löste sie offenbar das Gegenteil aus. Sie wurde zum Antrieb, weiterzukämpfen.