Ein klappernder Deckel, eine flatternde Jeans am Container-Rand und ein immer größer werdender Haufen ausrangierter T-Shirts: Was als gute Tat begann, endete für eine europäische Großstadt im blanken Chaos – und jetzt zieht die Verwaltung die Reißleine.
Zerplatzte Charity-Romantik

Über Nacht ist das Bild der wohltätigen Kleiderspende gekippt.
Passanten klagen seit Monaten über modrige Gerüche, ausgerissene Plastiksäcke und das Rascheln von Mäusen – kaum jemand erkennt noch den hehren Zweck hinter den Containern.
Tatsächlich landete ein großer Teil der abgegebenen Textilien zuletzt gar nicht bei Bedürftigen, sondern als billige Borte in Second-Hand-Megalagern fernab des Kontinents.
Dort – erzählen Aktivistinnen – werde die Ware tonnenweise weiterverkauft oder schlicht verbrannt, weil sie niemand mehr tragen wolle.