Wandhohe Flammen, grellorange am Horizont, peitschen den Himmel – doch wo genau sie wüten, bleibt für viele noch ein Rätsel. Fest steht nur: Tausende Urlauber und Einheimische sitzen im Stau, die Luft vibriert vor Hitze – und die Angst fährt in jedem Kofferraum mit.
Flammender Himmel und fliehende Familien

Erst war es nur dichter Qualm am späten Nachmittag, dann schlugen meterhohe Feuerzungen über die Baumwipfel. Urlauber packten hastig Zelte zusammen, Campingplätze wurden geräumt, Kinder hielten sich T-Shirts vor Mund und Nase, während die Sonne blutrot im Rauch versank. Die Evakuierung begann chaotisch – niemand rechnete damit, dass die Funken so rasch Ortschaften und Wochenend-Siedlungen erreichen würden.
Wenig später rollten Autokolonnen im Schneckentempo über staubige Landstraßen. Auf dem Rücksitz bellten überhitze Hunde, Dachboxen klapperten, Motorhauben kochten. Immer wieder zischten Löschhubschrauber über die Blechlawine, doch jede Böe wirbelte neue Glutnester auf. Die Fahrer starrten in Rückspiegel und Seitenscheiben – der rote Schein kam näher, Stunde für Stunde.