Es rumort in den Sozialkassen: Seit Wochen sickern Details über einen radikalen Umbau des Wohngeld durch – doch was kommt wirklich auf Millionen Haushalte zu? Während Berlin an den letzten Stellschrauben dreht, halten Rentner und Familien den Atem an. Schon in wenigen Monaten könnte sich entscheiden, ob ihr Mietzuschuss schrumpft oder ganz wegfällt.
Sparschraube zieht an – was genau geplant ist

Die Bundesregierung will das Wohngeld‐Budget um ganze zwei Milliarden Euro pro Jahr zusammenschmelzen lassen. Offiziell heißt es, der Bundeshaushalt 2027 lasse keinen Spielraum mehr – jedes Ressort müsse liefern. Hinter den Kulissen kursiert ein Szenario, nach dem die jährlichen Ausgaben von zuletzt fünf auf nur noch drei Milliarden Euro zurückgestutzt werden sollen.
Wie das funktionieren soll? Künftig soll der Zuschuss deutlich stärker an das verfügbare Haushaltseinkommen gekoppelt werden, zugleich wird an den Mietstufen geschraubt. Nach internen Berechnungen des Bauministeriums könnte rund ein Drittel der derzeit 1,7 Millionen Empfängerhaushalte den Anspruch vollständig verlieren. Das Gesetzespaket hat bereits die Ressortabstimmung passiert und soll noch vor der Sommerpause im Kabinett landen – das Parlament hätte damit nur wenige Monate Zeit, den Rotstift zu prüfen.